Sterben zuhause im Heim (SiH) – Hospizkultur und Palliativkompetenz in der stationären Langzeitpflege

Projektbeschreibung

Thema

Für zahlreiche Seniorinnen und Senioren sind Altenpflegeheime ihr Zuhause. In ihrer letzten Lebensphase sind sie deshalb auf eine gute Versorgung in der stationären Langzeitpflege angewiesen. Dazu gehört auch eine würdevolle Begleitung am Lebensende und beim Sterben. Mit einer ausdifferenzierten Hospizkultur und Kompetenzen in der Palliativversorgung steht hierfür ein qualifiziertes Angebot zur Verfügung.

Die Praxis zeigt jedoch, dass solche Ansätze zwar in zahlreichen Einrichtungen beispielhaft realisiert werden, aber eine mangelnde Umsetzung in der Breite zu beklagen ist. Dies hat u.a. zur Folge, dass Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen in der letzten Phase ihres Lebens in ein Krankenhaus überwiesen werden, um dort – und nicht wie von ihnen gewünscht – zuhause im Heim zu sterben.

Vorgehen

Das Ziel der Studie ist eine systematische Aufarbeitung des Ist-Stands zur Identifikation der förderlichen und hemmenden Faktoren bei der Implementierung von Hospizkultur und Palliativkompetenz im Heim. Sie umfasst

  • eine Literaturanalyse,
  • ExpertInnenbefragungen,
  • eine standardisierte Vollerhebung zur Erfassung und Analyse des Entwicklungsstands von stationären Pflegeeinrichtungen in der Breite (Onlinebefragung),
  • qualitative Fallstudien in stationären Pflegeeinrichtungen mit unterschiedlichem Umsetzungsstand zur Erfassung und Analyse der förderlichen und hemmenden Faktoren für die Einführung einer nachhaltigen Hopizkultur.

Die gewonnenen Befunde werden in praxistaugliche Handlungsempfehlungen zur Einführung und Sicherung einer verbesserten Versorgung und Betreuung Sterbender im Heim übersetzt.

Damit wird ein Beitrag zu einer nachhaltigen und alltagstauglichen Umsetzung der konzeptionellen Zielvorgaben in der Breite geliefert.

Zuschussgeber und Kooperationspartner

Die Studie wird in Kooperation mit dem Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg durchgeführt und vom Bundesministerium für Gesundheit gefördert.

Eckdaten

Arbeitsschwerpunkt

Alter(n) und Pflege

Team

Julia von Hayek, Wolfgang Gmür †, Stephan Marek (Universität Augsburg), Stephanie Stadelbacher (beide ZIG), Helga Dill, Prof. Dr. Werner Schneider (Leitung)

Laufzeit

2015–2017