Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation der Umsetzung und Einführung der Sozialpädagogischen Diagnose nach dem systemischen Konzept der Problem- und Ressourcenanalyse

 

Thema:

In der Diskussion um soziale Arbeit gibt es seit vielen Jahren eine Auseinandersetzung um die Frage eines geeigneten Diagnoseverständnisses. Das Ergebnis dieser Diskussion lässt sich dahingehend zusammenfassen, dass sowohl die Wirksamkeit als auch die Effizienz der Bezirkssozialarbeit durch eine Vorgehensweise verbessert werden kann, die unter dem Konzept der “Sozialpädagogischen Diagnose” (Prof. Dr. Geiser) subsumiert wird.

Der Lenkungsausschuss des Sozialreferats der Stadt München erteilte am 28.05.2004 der Fachstelle Sozialdienst (jetzt Koordinierungsstelle – Leitung der Sozialbürgerhäuser Soziales) den Auftrag zur Umsetzung des Projektes “Einführung der Sozialpädagogischen Diagnose”.

Mit diesem Einführungsprojekt soll erreicht werden, dass dieses standardisierte Verfahren bis Ende 2006 verbindlich etabliert ist und in der Bezirkssozialarbeit angewendet wird.

 

Vorgehen:

Der Auftrag an das IPP umfasst die Erhebung der Wirkung des gewählten Multiplikatorenkonzeptes auf den Einführungsprozess selbst ebenso wie die Wirkung der Sozialpädagogischen Diagnose auf die Qualität der Fallarbeit sowie ihren Einfluss auf Schnittstellen in der Bezirkssozialarbeit.

Die Analyse der Implementierung der Sozialpädagogischen Diagnose im Prozessverlauf erfolgt über qualitative Interviews und teilnehmende Beobachtungen. Zusätzlich werden über zwei schriftliche Befragungen aller BSA-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Wirkungen auf die Fallarbeit und die Schnittstellen sowie die Akzeptanz des Verfahrens quantitativ validiert.

 

Auftraggeber:

Landeshauptstadt München (Sozialreferat – Fachstelle Koordinierungsstelle – Leitung der Sozialbürgerhäuser Soziales)

 

Team:

Dipl. Soz. Helga Dill, Dipl. Psych. Wolfgang Gmür, Dr. Renate Höfer, Dr. Florian Straus