Erwerbsverläufe, soziale Netzwerke und Identitätsentwicklung (1989–98)

 

Thema:

Das Projekt geht der Frage nach, ob sich Identitätsentwicklung im Zuge gesellschaftlicher Veränderungen, die – je nach theoretischem Standort – mit den Begriffen »Postmoderne«, »krisenhafte Spätmoderne« oder »reflexive Moderne« benannt werden, grundlegend verändert hat. Kann es heute auf die berühmte Frage: Wer bin ich? noch eine einzige Antwort geben oder muß es sich nicht vielmehr um ein Bündel von Antworten handeln im Sinne eines Patchworks, einer Patchwork-Identität (Keupp, 1989)? Diese Frage näher zu untersuchen war das allgemeine Ziel unseres Projekts.

 

Vorgehen:

Es wurden 150 Jugendliche in Bayern und Sachsen interviewt. Dies geschah 3 mal im Abstand von 2 Jahren. Die Interviews dauerten 2 bis 5 Stunden und waren teilstrukturiert.

  

Kooperationspartner:

 

Team:

Heiner Keupp (Projektleitung), Wolfgang Kraus (Koordination), Thomas Ahbe, Wolfgang Gmür, Renate Höfer, Beate Mitzscherlich, Florian Straus

 

Publikationen:

  • Keupp, H., Ahbe, T., Gmür, W., Höfer, R. Kraus, W., Mitzscherlich, B. & Straus, F. (2002). Identitätskonstruktionen. Das Patchwork der Identitäten in der Spätmoderne. Reinbek: Rowohlt (2. erweiterte Auflage).
  • Höfer, R. (2000). Jugend, Gesundheit und Identität. Studien zum Kohärenzgefühl. Opladen: Leske + Budrich.
  • Kraus, W. (2000). Das erzählte Selbst. Die narrative Konstruktion von Identität in der Spätmoderne. Herbolzheim: Centaurus (2. Auflage).
  • Keupp, H. & Höfer, R. (1997) (Hg.). Identitätsarbeit heute. Klassische und aktuelle Perspektiven der Identitätsforschung. Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Mitzscherlich, B. (1997). »Heimat ist etwas, was ich mache…«. Eine psychologische Untersuchung zum individuellen Prozeß von Beheimatung. Pfaffenweiler: Centaurus.
  • Ahbe, T. (1997). Ressourcen – Transformation – Identität. In H. Keupp & R. Höfer (Hrsg.), Identitätsarbeit heute. Klassische und aktuelle Perspektiven der Identitätsforschung (S. 207-226). Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Ahbe, T., Glücksmann, C., & Mitzscherlich, B. (1995). Identitätsentwicklung junger Erwachsener. In B. Lutz, & H. Schröder (Hrsg.), Entwicklungsperspektiven von Arbeit im Transformationsprozeß (S. 21-63). München: Rainer Hampp Verlag.
  • Gmür, W. & Höfer, R. (1991). Neue Identitäten – Identitätsentwicklung junger Erwachsener vor dem Hintegrund gesellschaftlicher Individualisierung und diskontinuierlicher Erwerbsverläufe. SFB-Mitteilungen 3. München: Universität München, SFB 333.
  • Keupp, H. (1988). Auf dem Weg zur Patchwork-Identität? Verhaltenstherapie und psychosoziale Praxis, Vol. 20 (4), 425-438.
  • Keupp, H. (1989). Auf der Suche nach der verlorenen Identität. In H. Keupp & H. Bilden (Hrsg.), Verunsicherungen. Das Subjekt im gesellschaftlichen Wandel (S. 47-70). Göttingen: Hogrefe.
  • Keupp, H. (1990). Identitäten im Umbruch. Das Subjekt in der »Postmoderne«. Inititial, 1990 (7), 698-710.
  • Keupp, H. (1992). Das Subjekt und die Psychologie in der Krise der Moderne: Die Chancen postmoderner Provokationen. Psychologie & Gesellschaftskritik, Vol. 16 (3-4), 17-41.
  • Keupp, H. (1993). Identitäten in der Psychologie. Journal für Psychologie, Vol. 1 (2), 4-14.
  • Keupp, H. (1993). Postmoderne Welt des fröhlichen Durcheinanders? Psychologie heute, Vol. 20 (6), 50-57.
  • Keupp, H. (Hg.). (1993). Zugänge zum Subjekt. Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Keupp, H. (1994). Ambivalenzen postmoderner Identität. In U. Beck & E. Beck-Gernsheim (Hrsg.), Riskante Freiheiten. Individualisierung in modernen Gesellschaften (S. 336-350). Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Keupp, H. (1994). Zerstört Individualisierung die Solidarität? Für eine kommunitäre Individualität. Vortrag auf dem 9. Treffen des Gemeindepsychologischen Gesprächskreises vom 12. bis 15. Mai 1994 in Thurnau. München: Universität München.
  • Keupp, H. (1995). Solidarisch und doch frei. Für eine kommunitäre Individualität. Psychologie heute, Vol. 22, 50-55.
  • Keupp, H. (1995). Vom Ende moderner Eindeutigkeiten – Ohne Angst verschieden sein können. In Bock T. et al. (Hrsg.), Abschied von Babylon. Verständigung über Grenzen in der Psychiatrie (S. 550-559). Bonn: Psychiatrie-Verlag.
  • Keupp, H. (1995). Zerstören Individualisierungsprozesse die solidarische Gesellschaft? Universitas, Vol. 50, 149-157.
  • Keupp, H. (1995). Zwischen postmoderner Diffusion und der Suche nach neuen Fundamenten. Psychologie und Gesellschaftskritik, Vol. 19, Heft 1, 29-56.
  • Keupp, H. (1997). Diskursarena Identität. Lernprozesse in der Identitätsforschung. In H. Keupp & R. Höfer (Hrsg.), Identitätsarbeit heute. Klassische und aktuelle Perspektiven der Identitätsforschung (S. 11-39). Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Kraus, W. (1998). La fin des grands projets: le développement de l’identité dans le champ du travail comme navigation a vue. L’Orientation Scolaire et Professionelle, Vol. 27 (1), 105-121.
  • Kraus, W., & Mitzscherlich, B. (1995). Identitätsdiffusion als kulturelle Anpassungsleistung. Erste empirische Ergebnisse zu Veränderungen der Identitätsentwicklung. Psychologie in Erziehung und Unterricht, Vol. 42, 65-72.
  • Kraus, W. & Straus, F. (1990). Das Konzept der Patchwork-Identität: Überlegungen zur Entwicklung eines forschungsmethodischen Baukastens. SFB-Mitteilungen. München.: SFB 333, 3, 5-20.
  • Straus, F. & Höfer, R. (1997). Entwicklungslinien alltäglicher Identitätsarbeit. In H. Keupp & R. Höfer (Hrsg.), Identitätsarbeit heute. Klassische und aktuelle Perspektiven der Identitätsforschung (S. 270-303). Frankfurt/M.: Suhrkamp.
  • Waldmann, S., & Straus, F. (1992). Identität und soziale Netzwerke. Ein Vergleich von ost- und westdeutschen Jugendlichen. Diskurs, Vol. 1, 53-59.